Theodor Eichberger (1835-1917)


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Fastnacht 1883

Für das Jahr 1883 sind seine carnevalistischen Aktivitäten beim Sängerverein Offenbach belegt, die offenbar sehr umfangreich ausgefallen sind:

"Herr Th. Eichberg[er] von Mainz, der sich schon bei dem im vorigen Jahr abgehaltenen Fastnachts-Herren-Abend durch ein hübsches Gedicht, die Steuerschraube, beim Verein in vorzüglicher Weise einführte, trug hierauf ein solches wieder von ihm geschaffene über die Wasserbeschädigten vor, in welchem auch die Gaben, welche für die Überschwemmten gesammelt worden sind, und deren Spender berührt wurden, und das trotz des ernsten Gegenstandes, welchen es behandelte, soviel Witz und Humor enthielt, daß, nachdem der genannte Herr geendet hatte, ein wahrer Beifallssturm ausbrach und der Vortragende nochmal hervorgerufen und mit Applaus überschüttet wurde. Diesem herrlichen Vortrag folgte dann das Chorlied 'Närrische Weltereignisse in Offenbach', das die neu zu erbauende Brücke und ihre Gegner, sowie die Zügevermehrung auf der Local- und projectirten elektrischen Bahn behandelte, dessen Verfasser ebenfalls der obengenannte Hr. Eichberg[er] ist. [...] Nicht unerwähnt wollen wir auch die improvisirte Schule lassen, die von fünf Prachtexemplaren von guten Jungens besucht war und deren Lehrer allen Fleiß auf ihre Ausbildung verwandte, der aber, wie die mit denselben vorgenommene Prüfung zeigte, nichts nützte. [...] Der zweite Theil des Programms war ebenso trefflich mit Satyre, Witz und Humor gewürzt, wie der erstere. Zwischen den beiden Abtheilungen wurde noch das Chorlied 'Kein Damenchor', gleichfalls von Herrn Eichberg[er] verfaßt, gesungen."

(Offenbacher Zeitung Nr. 33 vom 8. Februar 1883)

"Der am Fastnachts-Abend vom 'Sänger-Verein' veranstaltete Herrenabend bot ein höchst reichhaltiges Programm. [...] Eine Posse, betitelt 'Ein Stündchen in der Schule' von Th. Eichberger fand vielen Beifall, ebenso die Leistungen einer Acrobatengesellschaft. Den Höhepunkt erreichte jedoch die Stimmung durch die beiden Vorträge des Herrn Eichberger aus Mainz."

(Offenbacher Morgen-Zeitung Nr. 8 vom 8. Februar 1883)

Bei den beiden genannten Vorträgen handelt es sich um die Stücke "Hochwässeriger Carnevalsvortrag pro 1883" und "Narrentraum"; beide sollten lt. einer Ankündigung der Offenbacher Zeitung vom 10. Februar 1883 "durch den Druck im Verlag der Forgerschen Druckerei dieser Tager erscheinen", liegen mir jedoch leider nicht vor. Auch die erwähnte Posse Ein Stündchen in der Schule, die bereits 1881 in Seligenstadt uraufgeführt wurde, muss bislang als verschollen gelten.



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