Theodor Eichberger (1835-1917)


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Theodor Eichberger jun. (1867-1938)

Sohn aus Theodor Eichbergers erster Ehe.

Foto von Theodor Eichberger jun. mit Tochter
Theodor Eichberger jun. mit Tochter, 1915

Theodor Eichberger der Jüngere wurde am 29.4.1867 in Mainz geboren, als Sohn von Theodor Eichberger und dessen ersten Ehefrau Arnoldine. 1875 zog er mit seinen Eltern nach Seligenstadt am Main, wo der Vater eine Schuhwarenhandlung übernahm. Seine Mutter verlor Theodor mit 15 Jahren, sie verstarb 1882. Während der 1890er Jahre lebte er in Mülheim am Rhein (heute Köln-Mülheim); aus Briefen an den Vater geht hervor, dass er dort u.a. in der Mülheimer Carnevals-Gesellschaft "Ulk" aktiv war.

In Leipzig ehelichte Theodor Eichberger jun. die Tochter eines Verlagsinhabers und verlegte die Deutsche Drogistenzeitschrift. Aus seiner Ehe gingen zwei Töchter hervor, Lore und Gertrud.

Foto: Heinrich Rudolf sitzt bei Theodor jun. und Familie am Tisch
Heinrich Rudolf (2. v. l.) zu Besuch bei
seinem Halbbruder Theodor und Familie

Im Jahre 1926 stiftete Theodor Eichberger jun. zusammen mit seiner Frau der Basilika in Seligenstadt am Main (Einhardsbasilika) eine Glocke, die Marzellinus- und Petrusglocke; er wurde daraufhin zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.

Foto der St. Marcellinus & Petrus Glocke
Die St. Marcellinus- & Petrus-Glocke in der Basilika.

Für diese Glocke wandte Theodor Eichberger jun. sein gesamtes väterliches Erbteil auf. Die Glocke wurde im Spätjahr 1925 gegossen, wiegt 3.300 kg, hat einen Umfang von 174 cm und den Grundton b. Über dem Bildnis des Marcellinus und des Petrus trägt die Glocke die Inschrift:


Beati patroni et matyres*, Petre et Marcelline, orate pro nobis.
(Ihr gesegneten Schutzheiligen und Märtyrer, Petrus und Marcellinus, betet für uns.)

Gestiftet der Vaterstadt von Verleger Theodor Eichberger und Ehefrau Iohanna in Leipzig.


Theodor Eichberger jun. verstarb am 8.1.1938 in Leipzig.

Mehr Information über die Glocken der Seligenstädter Basilika bietet das "Gedenkblatt an die Heimkehr der Glocken nach dem Krieg" aus der Nachkriegszeit sowie der Arbeitskreis "Glocke 1599" Seligenstadt.

Gedenkblatt zur 'Heimkehr der Glocken' der Einhardbasilika
Gedenkblatt an die Heimkehr
der Glocken nach dem Krieg

* Offensichtlich wurde martyres (Märtyrer) bei der Herstellung der Glocke fälschlicherweise matyres buchstabiert, vgl. [HIER]

Gustav Sprey jun.: Gedenkblatt an die Heimkehr der Glocken. Seligenstadt in Hessen [Datum unbekannt]


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