Theodor Eichberger (1835-1917)


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Gedichte über Mainz

Eine alte Ansicht von Mainz
Mainz um die Jahrhundertwende

Nach dem Abzug Napoleons kam Mainz - mit dem umliegenden Gebiet als die "Provinz Rheinhessen" - im Jahre 1816 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Noch sehr von den nahezu zwei Jahrzehnten der französischen Besatzung geprägt, wurde die Stadt damals zur Festung des deutschen Bundes und 1871 des Kaiserreichs.

Fortschritt und industrielle Revolution schienen zunächst an der beengten Festungsstadt vorüberzuziehen, bis die Mainzer schließlich ab 1872 mit dem Projekt der Stadterweiterung die Grundfläche ihrer Stadt um mehr als 150% vergrößerten; zum Einen wurde durch Aufschütten des Rheinufers Land gewonnen, in der Hauptsache aber wurde das Gartenfeld als die Mainzer "Neustadt" erschlossen und bebaut. Auch wurden sämtliche Befestigungsanlagen nach und nach bis zum Jahr 1920 aufgelassen.

Ein wichtiges Projekt war die Umführung der Eisenbahn: Die Bahngleise in der Rheinstraße wurden zwischen 1880 und 1884 an den Stadtrand versetzt, die Zitadelle untertunnelt, der ursprüngliche Hauptbahnhof am Holzturm geschlossen und in der Nähe des Münstertors, an der Grenze zwischen Altstadt und Neustadt, ein neuer Bahnhof fertiggestellt, der heutige Mainzer Hauptbahnhof. 1884 wurde auch die neue Stadthalle fertiggestellt, deren Dach hier in der Bildmitte vor dem Rhein zu sehen ist.

Erstmals seit vielen Jahrhunderten führte ab dem Jahre 1885 wieder eine feste Straßenbrücke in Mainz über den Rhein (links im Bild). Diese wurde 1933 verbreitert und im März 1945 - in den letzten Wochen des II. Weltkriegs - von deutschen Truppen gesprengt; nach dem Krieg wurde sie neu aufgebaut, 1950 wiedereröffnet und 1967 mit dem Namen "Theodor-Heuss-Brücke" versehen.



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