Theodor Eichberger (1835-1917)


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Fastnacht 1900 bis 1904

Wie eine Reihe anderer Narrhallesen des 19. Jh. nahm auch Theodor Eichberger die Jahrhundertwende zum Anlass, sich als aktiver Redner aus der Bütt' zurückzuziehen. Als passionierter Dichter und Humorist verfasste er aber weiterhin große Vorträge, die dann von weniger betagten Rednern in der Mainzer Narrhalla gehalten wurden.

1902

Im Januar 1902 hielt der 66jährige Theodor Eichberger noch einmal selbst einen Carnevalsvortrag in Seligenstadt:

"Im Zeichen der Narrheit standen am letzten Sonntag die Veranstaltungen einiger hiesigen Vereine. Die Gesellschaft 'Concordia' hielt im Frankfurter Hof eine ihrer närrischen Abendunterhaltungen ab, die ein zahlreiches Publikum anlockte. Das reichhaltige Programm enthielt eine ganze Reihe komischer Nummern, die vielen Beifall fanden; von denen wir jedoch nur 'Carneval in der Küche', eine reizende, von echtem 'Meenzer' Humor gespickte Episode , vorgetragen von Herrn Eichberger, sowie den 'Sühneprinzen Tschun', als welcher Herr Schlett erschien, erwähnen."

(Seligenstädter Zeitung Nr. 12 vom 30. Januar 1902)

1903

"in der Maske und Sprechweise eines ächt-imitieren Ostelbiers, verbreitete sich Urnarr Steigerwald in fein pointirter Weise von seinem junkerlich-agrarischen Standpunkte aus über die verschiedensten politischen Ereignisse und erntete mit dem durchdachten Vortrag, welcher den Urnarren Eichberger zum Verfasser hatte, reichen Applaus (Auch dieser Vortrag kommt in der nächsten Fassenachtszeitung zum Abdruck)"

(Mainz, Neuester Anzeiger Nr. 14 vom 17. Januar 1903)

1904

Offenbar war dem Vortrag des ostelbischen Großgrundbesitzers ein solcher Erfolg beschieden, dass Th. Eichberger im folgenden Jahr eine weitere Büttenrede des Großagrariers schrieb:

"Kunibert von Stritzelstunzki, ein rassiger Ostelbier, betrat nun die Tribüne, um von seinem Standpunkte politische aktuelle Fragen zu behandeln. Der Vortragende, Narr Hugo Hilge, erntete mit dem von dem Urnarren Eichberger verfassten und brillant pointierten Vortrag Tusch auf Tusch (Kommt in unserer Fassenachtszeitung zum Abdruck)"

(Mainz, Neuester Anzeiger Nr. 13 vom 16. Januar 1904)

Für die Fastnachtsfeier 1904 der Seligenstädter Gesellschaft Concordia verfasste Th. Eichberger auch Ein funkelnagelneues Lied.



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